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In diesem Blog dreht sich alles primär in der einen oder anderen Form um unseren Weg von der Gegenwart in die Zukunft. In zweiter Linie sind die Beiträge hier aktuelle Ergänzungen zu den bereits veröffentlichten Büchern meiner Buchreihe „Eine Zukunft für die Zukunft“, ausgehend vom ersten Buch über Öko-Habitate und die damit zusammenhängenden Themen. Die Beiträge können für sich alleine stehen, weshalb eine Kenntnis der Bücher nicht unbedingt nötig ist. Öko-Habitate bedeuten in diesem Zusammenhang nicht nur ökologisch orientierte Wohnstätten, die für sich allein genommen nicht viel in der Welt bewirken würden, sondern auch ein zukunftsweisendes, offenes und umfassendes Lebenskonzept, das sich kurz- und mittelfristig verwirklichen lässt und langfristig in der Welt durchaus etwas zu bewirken vermag.
Die Themen, die in den Blogbeiträgen behandelt werden, beschäftigen sich darum mit allen Bereichen des Lebens (Gesellschaft, Politik, Beziehungen, Religion, Sexualität, Spiritualität, Wirtschaft…) und haben entweder keinen Platz mehr im Buch gefunden, weil es sonst nie fertig geworden wäre, tauchten erst später auf, sind Antworten auf Fragen, Kommentare zu aktuellen Entwicklungen oder sind im Zusammenhang mit Öko-Habitaten  und den anderen Büchern der Reihe „Eine Zukunft für die Zukunft“ (Polyamorie, Politik, Sexualität, Wirtschaft – siehe auch Menü-Leiste) von Interesse.

Viel Spaß beim Lesen.

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Demokratie statt Jamaika

Die Demokratie liegt im Sterben, und „Jamaika“ ist nur eines der Anzeichen dafür.

Leben bedeutet Veränderung, Wandel, Wachstum. Damit eine Demokratie lebendig ist, muss sie wachsen, sie muss mit den Menschen mitgehen, sie begleiten und ihre gewachsenen Möglichkeiten und ihr Bewusstseinswachstum widerspiegeln. Bei den Jamaika-Verhandlungen und bei anderen schwierigen Regierungsbildungen wird auf Teufel komm raus an überholten Traditionen und Mechanismen festgehalten. Als die modernen Demokratien ihren Anfang genommen haben, war dies genau das: ein Anfang – kein Ende, kein abgeschlossener Prozess, sondern der Beginn einer Entwicklung, die nie Fahrt aufgenommen hat. Die Politiker beschäftigen sich überwiegend mit sich selbst, mit ihren Profilneurosen, mit ihrem Machtwillen, mit Mauscheleien und mit Krisenbewältigungen. Dabei ignorieren sie eine ihrer Hauptaufgaben, die Pflege und Förderung der Demokratie, die zu wachsen aufgehört hat und mittlerweile einem Kind mit Zwergwuchs ähnelt. Und die Bürger sind zu Recht über die Politik empört und als Symptom politikverdrossen.

Bei Jamaika wird versucht, gegensätzliche Ansichten unter einen Hut zu bringen und damit erfolgreich zu regieren. Wenn man mal davon absieht, dass das Parteisystem ganz grundsätzlich in Frage gestellt werden kann und das Wahlsystem gründlich überarbeitet werden müsste, beides um dem Willen des Volkes besser zu entsprechen, muss man doch feststellen, dass der Wille des Volkes, das ja diese Parteien alle gewählt hat, mit den alten Methoden nicht wirklich zum Tragen kommt. Die Bürger wählen nicht, damit sich ihre Vertreter auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen, sondern damit die Dinge auf optimale Weise bewältigt werden.

Dabei liegt die Lösung eigentlich auf der Hand, wenn man bereit ist, den Kleinkrieg hinter sich zu lassen und die Demokratie, von einem höheren Standpunkt aus, neu zu betrachten. Erdogan soll mal gesagt haben, dass seine Partei über 50 % der Stimmen bekommen hat, und er darum bestimmen kann. Das ist keine Demokratie, sondern so etwas wie eine Diktatur der Mehrheit, die vielleicht eine gewisse praktische Berechtigung hat, aber auf Dauer das Ziel deutlich verfehlt.

Alle Parteien wurden gewählt, also sollten auch alle Parteien regieren. Die Zauberworte, um die es in der Demokratie geht, heißen nicht Macht und Gegeneinander, sondern Zusammenarbeit und Lösungsorientierung. „Wenn du mich bei dieser Sache unterstützt, dann bekommst du im Gegenzug meine Unterstützung für deine Sache.“ Solche Absprachen sind keine Demokratie, sondern Machtpolitik, Mauschelei, Verrat, Handel. Eine Regierung wird gewählt, um Lösungen für das Zusammenleben der Menschen Nationen und mittlerweile auch für das Überleben (als Mindestforderung) auf diesem Planeten zu finden. Und dabei müssen alle mithelfen.

Praktisch kann das so aussehen, dass Absprachen und Koalitionen grundsätzlich verboten werden. Alle Parteien bekommen ein Ministerium und die größeren Parteien mehrere. Solange diese Ministerien nicht durch eine Direktwahl vergeben werden, müssen sich die Parteien zusammensetzen und die Verteilung untereinander ausmachen. Dabei und auch bei zukünftigen Abstimmungen und Wählen kann ein Verfahren zum Einsatz kommen, das als Systemische Konsensierung bezeichnet wird und das vielleicht nicht Erdogan, sicher aber Trump verhindert hätte. Dieses Verfahren bedeutet, dass man nicht zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählt, sondern nach gründlicher Diskussion und Information jede der Möglichkeiten einzeln bewertet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ergebnisse erzielt werden, mit denen die meisten Menschen leben können. (Näheres dazu in meinem Buch Politik — Eine Zukunft für die Zukunft  – oder bei den ersten Erfindern und Namensgebern der Methode). Die Regierung setzt sich dann regelmäßig (= häufig) zusammen und stimmt sich in allen wichtigen Fragen ab.

Was auf jeden Fall auch verschwinden muss, ist die unethische, erpresserische und undemokratische Praxis, Gesetze, die nichts miteinander zu tun haben und die nicht voneinander abhängig sind, als verschnürtes Paket zur Abstimmung zu bringen – und Jamaika ist genaugenommen selbst ein solches Paket. Außerdem muss auch der Fraktionszwang bei Abstimmungen, der bei einer Jamaika-Koalition verstärkt zum Einsatz kommen wird und der dem Geist der Demokratie und dem Deutschen Grundgesetz zuwiderläuft, ersatzlos gestrichen werden.

Dann hätten wir den Anfang einer Regierung des Volkes, die vielleicht auch im Sinne des Volkes tätig wird und sich mehr mit Fortschritt statt mit Machtpolitik beschäftigt.

 

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Wirtschaft – Eine Zukunft für die Zukunft

Die stetige Mutation der Wirtschaft zu einem inhumanen  Moloch bringt die Welt einem Zusammenbruch immer näher. Die Plastizität und Resilienz des Wirtschaftsgefüges und des gesellschaftlichen Zusammenhaltes werden durch die Gier und Rücksichtslosigkeit des Kapitalismus und durch die von ihm ausgelösten Kriege und Krisen bis zum äußersten belastet und drohen zu zerbrechen. Die Politik ist macht- und vielleicht auch willenlos, und eine Strategie zu Verbesserung und Reform der gegenwärtigen Umstände ist weit und breit nicht in Sicht. Auch ein Plan für die Zeit nach einer immer wahrscheinlicher werdenden und vielleicht sogar globalen Revolution ist nicht in Sicht. Die Globalisierung, die für manche Fehlentwicklung mitverantwortlich ist, kann und muss auch nicht rückgängig gemacht werden. Wir leben nun mal in einer globalen Welt, aber wir müssen nicht ihre Sklaven sein, sondern können sie nach unseren Bedürfnissen zukunftsfähig formen – wenn wir dies wollen. Was wir benötigen ist ein völlig neues Wirtschaftssystem, das nicht mehr das Geld und den Profit in den Mittelpunkt stellt, sondern den Menschen und den Planeten und unser globales Zusammen- und Überleben. Wir können abwarten, bis ein paar Revolutionen über uns hinweggefegt sind, nun der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird, oder wir können anfangen, uns rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, wie wir eigentlich leben wollen und wie wir zukunftsfähig und nachhaltig zusammenleben können.

In diesem Buch „Wirtschaft – Eine Zukunft für die Zukunft“ wird nach einer Analyse des Zustand der Wirtschaft ein dreiteiliger Weg Weiterlesen

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To Make America Great

To make America great
Means for her to find her soul,
To be what she is deep inside,
To find her inner light
And let it shine,
To find her own true love
And let it guide her every act.

America becomes great
When it starts to unite,
When the people help each other
With love and understanding
And start to heal Nature’s wounds
Which are her own,
When all join in the effort
Towards a golden future.

America is great
When she follows her true vocation,
Which is in spreading peace
And helping the peoples of this globe
To love and wealth and knowledge
And harmony and unity,
Till she is first and one among equals.

7./8. February 2017

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Sexuelle Gehirnwäsche?

Icon Sexualität policonZusammenfassung:
Die gegenwärtige Diskussion um Bildungspläne ist auch geprägt von dem Begriff der sexuellen Gehirnwäsche. Die Vorschläge zu ihrer Vermeidung muten aber eher wie eine Anleitung zu ihrer Durchführung an und stützen sich dabei unter anderem auf den gerne missbrauchten und missverstandenen Begriff des Naturrechts. Wirklichen Schutz bietet nur umfassende Information und die Erziehung zu selbstständigem Denken.

Die menschliche Sexualität ist ein hochemotionales Thema, dessen Spannweite von Tabuisierung und absoluter Verklemmtheit bis zu einer verschämten Offenheit und regelrechter Sexsucht reicht. Mehr als jede andere Epoche ist unsere Zeit von einer Auseinandersetzung mit ihr geprägt, die oftmals eher gezwungen als freimütig und begeistert erscheint.
In der Vergangenheit war die Sexualität über eine sehr lange Zeit ein natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil des Lebens, über den man zwar nicht viel sprach, dessen Wahrnehmung aber auch nicht mit Unbehagen verbunden war. Sie existierte einfach und wurde ohne Diskussion akzeptiert, so dass es nur ein recht beschränktes Vokabular gab und erst in der Neuzeit die Notwendigkeit einer begrifflichen Differenzierung auftauchte. Die Auseinandersetzung mit der Sexualität begann vor etwa tausend Jahren, als die Kirche die Sexualität als Mittel der Politik und Gängelei entdeckte, was dann in der Einstellung der viktorianischen Epoche seinen Höhenpunkt fand und die sexuelle Wahrnehmung der ganzen europäischen und kolonialisierten Welt beeinflusste. Erst Sigmund Freud begann dann ernsthaft, sich wissenschaftlich mit der Sexualität auseinanderzusetzen. Und seit dieser Zeit befinden wir uns in einem Kampf Weiterlesen

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Parteien – Der Tod der Demokratie

policonZusammenfassung: Die Parteien führen ein Eigenleben, das an Clanstrukturen erinnert und mehr an Machtfragen als an Sachfragen, dem Willen des Volkes und dem Wohl des Bürgers orientiert ist. Die Politiker sind auf vielerlei Weise, z.B. Parteilinie, unfrei und ähneln Statisten. Das führt zur Frage, ob wir Parteien noch brauchen und wie eine alternative Gesellschaft und politische Kultur aussehen könnte.

Dass Parteien der Tod der Demokratie sind, mag als sehr gewagte Aussage betrachtet werden, vor allem wenn sie vielen Menschen eher als ihre Verkörperung gelten. Und in der Tat haben Parteien durchaus ihre Berechtigung als eines der Elemente im demokratischen Prozess, doch diese Berechtigung schwindet zunehmend, nicht zuletzt durch das aktive Mitwirken der Parteien an diesem Verlust.
Es gibt verschiedene Auffassungen von der Demokratie. Die Grundidee war einmal, dass das Volk alle Entscheidungen trifft. Diesem Ideal kommt die Basisdemokratie am nächsten, bei der dem Volk alle Entscheidungsmöglichkeiten vorgelegt werden und es direkt darüber befindet. Das erwies sich angesichts der Vielzahl an Menschen und den technischen Möglichkeiten als unpraktikabel. Da die Politiker die Meinung des Volkes aber zunehmend ignorieren und sie immer weniger die Vertreter des Volkes darstellen, sondern vielmehr eine eigene Kaste bilden, und da das Internet Weiterlesen

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Islam und Migration existieren – Get over it

policonKurzfassung: Wir sind selbst schuld, wenn es so viele Flüchtlinge gibt und wenn diese zu uns kommen. Aber es bringt nichts, auf sie zu schimpfen oder sie in ein KZ zu stecken. Wir müssen selbst wachsen und uns mit ihnen und unseren Ängsten und Fehlern auseinandersetzen, ihnen bei der Integration helfen und die Notwendigkeit für Flucht und Völkerwanderung beseitigen. Das wäre wahre Menschlichkeit und ein möglicher Ausgangspunkt für eine bessere Welt.

Die gegenwärtige Flüchtlingswanderung beunruhigt viele Menschen und lässt eigentlich auf dem Rückzug befindliche Untugenden wieder zum Vorschein kommen. Auch die zunehmende Freiheit in Sexualität und Beziehung, vor allem in Bezug auf die Rechte von Homo- und Bisexuellen und von Transgendern, sorgt in manchen Bevölkerungsgruppen für wachsende Unruhe. Auch wenn viele das nicht sehen, so bereitet die Welt sich doch auf einen Wandel zu einer besseren, lichtvollen Welt vor. Die gegenwärtigen Unruhen und die globale Bemühung um einen gesellschaftlichen Rechtsruck sind ein Aufbäumen von Kräften, die keine Veränderungen lieben und die vor allem um ihre Macht und ihren Einfluss fürchten. Auf deren aktives Wirken ist das gegenwärtige Chaos im Wesentlichen zurückzuführen.

Darum hilft es nicht, gegen den Islam zu wettern und gegen Flüchtlinge zu schimpfen – das eigentliche Hauptproblem sind diese dunklen Kräfte, die sich vor allem in der Politik, der Religion und der Wirtschaft und Industrie ausdrücken. Da bringt es auch nichts, sich an der Französischen Revolution zu orientieren und alle Missetäter aufzuknüpfen, weil dann schnell eine neue Generation von „Bösen“, von Fehlgeleiteten, deren Platz einnimmt, wie zuletzt die Arabische Revolution gezeigt hat. Wenn man wirklich einen Wandel hin Weiterlesen

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TTIP und die Grenzen der Politik

policon„… die ich rief die Geister, werde ich nicht los!“, beklagt sich Goethes Zauberlehrling in dem gleichnamigen Gedicht. Diese Klage beschränkt sich ganz und gar nicht auf diese Verse, sondern ist global und zeitlos gültig. Und insbesondere kann man sie auch in Bezug auf den Zustand der modernen Regierungsform „Demokratie“ und auf den Kapitalismus äußern, die heute Entscheidungen treffen, die z.T. irreversibel sind (Atommüll, Fracking) oder deren Rücknahme uns sehr viel Geld kosten wird (TTIP & Co.).
Auch ohne genaue Zahlen und repräsentative Umfragen kann man wohl davon ausgehen, dass in der westlichen Welt die Demokratie die bei weitem angesehenste Staats- und Regierungsform ist. Die dauernden Finanzkrisen, die sich immer weiter öffnende Armutsschere, zunehmende Kriegstreiberei, die EU-Krise und vielfältige, am Horizont lungernde Gesetzesvorhaben und Vertragswerke wie TTIP, TISA und CETA lassen aber Zweifel an der Umsetzung dieses hehren Ideals und an diesem Ideal selbst wachsen.
Das Volk, der Souverän, hat Vertreter gewählt, die an seiner statt und in seinem Interesse Entscheidungen treffen und Regeln gestalten sollen, die ihm zugute kommen. Doch was macht man, wenn sie zu tauben und ungehorsamen Geistern mutieren, die ein unabhängiges Eigenleben führen wollen und die man nicht mehr los wird? Und was macht man mit den ungeliebten Geistern zweiten Grades, die von diesen geschaffen wurden und Weiterlesen

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Religion, Staat und Sexualität

Icon SexualitätpoliconIn den USA schlägt der Fall Kim Davis zur Zeit hohe Wellen. Nachdem der Oberste Gerichtshof die Beschränkung der Ehefreiheit auf heterosexuell agierende Menschen gekippt hat und damit gleichgeschlechtliche Ehen landesweit ermöglichte, hat sich Kim Davis unter Berufung auf ihre Religionsfreiheit geweigert, gleichgeschlechtlichen Paaren den – nicht-religiösen – Eheschein auszustellen und dafür sogar von verschiedenen Präsidentschaftskandidaten, die das amerikanische Rechtssystem eigentlich kennen sollten, Unterstützung erfahren. Dieses verpflichtet sie mit gutem Grund, ihre Aufgaben gegenüber dem Staat und seinen Bürgern, von denen sie gewählt wurde, zu erfüllen und ihren Amtseid zu respektieren.
Ihre Aufgabe ist es, einen säkularen, nicht-religiösen Verwaltungsakt zu erledigen, der im Übrigen unter das Jesuswort fällt, dass man dem Kaiser geben soll, was des Kaisers ist. Ihrem Verhalten und der Logik ihrer Argumentation nach, sieht sie sich aber als Priesterin, die mit der Beurkundung einen christlich-sakralen Akt vollzieht. Anders als etwa in Deutschland, können in den USA die Priester, bei Vorlage einer Eheerlaubnis, die säkulare Trauung zusammen mit der kirchlichen Trauung vollziehen. Wer also im Rathaus eine Heiratsurkunde möchte, beabsichtigt ganz offensichtlich keine kirchliche Trauung. Und gleichzeitig ist für die kirchliche Seite eigentlich nur die kirchliche Trauungszeremonie die Weiterlesen

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Pegida & Co. und die Zukunft

policonDie Welt wird immer wieder und in immer schnellerer Folge erschüttert – von Krisen finanzieller und menschlicher Art, von Kriegen, von Umwälzungen und Revolutionen, von Aufständen und Aufbegehren, also von Beben jeglicher Art. Europa ist davon nicht ausgenommen und auch Deutschland nicht. Wir sind alle Teile des Ganzen, und darüber können Grenzen nicht wirklich hinwegtäuschen.

Das jüngste Beben geht von der Pegida aus, den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“, und andere Beben, die immer wieder mal ein Grollen vernehmen lassen, gehen von Gruppierungen aus, die gegen Anpassungen der Bildungspläne an die Realität und die Erfordernisse der Gegenwart sind, oder von Gruppen wie Attac und Occupy, die sich gegen die Fehlentwicklungen in Politik und Wirtschaft zur Wehr setzen.

Die Pegida stellt in ihrem Positionspapier Forderungen, von denen man manche problemlos unterschreiben könnte, wenn sie nicht schon verwirklicht wären und schon fast selbstverständlich sind, oder die fortschrittlich und menschenfreundlich klingen. Jedenfalls war die Diskussion über manche dieser Punkte schon vor ihrem Auftreten in Gange, und andere Punkte sind sicherlich auch diskussionswürdig, zeigen aber auch das Bedürfnis, sich abzuschotten. Zu dem Thema, das die Pegida explizit im Namen führt, also zu Europa und Islamisierung, findet sich aber im Positionspapier nichts wirklich Handfestes.

Und größer ist die Diskrepanz zu dem Positionspapier bei den Demonstrationen, die von ihr auf die Beine gestellt werden. Da geht es nicht um die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen oder um sexuelle Selbstbestimmung oder gegen Radikalismus oder um eine verbesserte Betreuung von Asylsuchenden. Bei den Demonstrationen, in denen sich diese und ähnliche Beben nicht nur hier, sondern in vielen europäischen Ländern äußern, geht es im Grunde genommen um etwas ganz anderes: Weder geht es um Patriotismus, noch um Europa und das heterogene Abendland oder, zumindest nicht im Kern, um Islamisierung – es geht um die Angst vor der Zukunft. Weiterlesen

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Debattenkultur und die Wege der Logik

policonIn unserer Gesellschaft, in der Politik und in unserem Leben tauchen immer wieder kontrovers und bisweilen sehr emotional diskutierte Themen auf, die sich auch nicht so ohne weiteres lösen lassen. Ein Problem dabei ist, dass es keine wirkliche und weitreichende Diskussionsplattform gibt, auf der man diese Themen umfassend besprechen könnte. Und gäbe es sie, so hätte man das Problem, dass die Beiträge von sehr unterschiedlicher Art und Qualität sein werden und von unterschiedlichen Mentalitäten stammen und unterschiedliche Niveaus von Informationsvielfalt und -güte und von argumentativer Ausbildung widerspiegeln. Die Folge ist, dass man aneinander vorbeiredet und Meinungen, Vorurteile, Dogmen, Simplifizierungen und abgehobene Gedankengänge aufeinanderprallen, die eine sinnvolle Diskussion unmöglich machen.

Nun kann man sich fragen, ob man darauf nicht verzichten könnte, denn letztlich gibt es nur eine Wahrheit, und eine Handvoll gut ausgebildeter Experten sollte doch mit den Mitteln der Logik imstande sein, zu einem gemeinsamen Befund zu kommen und die absolute Wahrheit einer Sache oder ihre einzig logische Lösung herauszufinden – schließlich hängt Logik nicht von Emotionen ab und ist unbestechlich.

Aber so einfach ist diese eher technokratische Art der Lösung nicht. Weiterlesen

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